Die Entstehungsgeschichte zum Film Boxhagener Platz

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch von Torsten Schulz, in dem mit lakonischem Humor und dem typischen Berliner Charme von den Protagonisten und ihrem Leben rund um den Boxhagener Platz erzählt wird. Die Produzentin Nicole Swidler berichtet nach dem Lesen des Buches von einer warmherzigen Menschlichkeit, einem Berliner Charme und einer ein wenig trotzigen Melancholie, die sie beim Lesen empfunden habe.

Es war nicht ihr Ziel, einen weiteren Film über die DDR zu drehen. Sie wollte vielmehr die Menschen in den Vordergrund treten lassen, ihre Geschichte erzählen, von ihren Träumen und Überlebensmechanismen berichten - von Menschen, die in einer Welt leben, die ihnen schon lange nicht mehr als menschenwürdig erscheint. Die Protagonisten sind durch einen unerschütterlichen Optimismus und einer Stehaufmännchen-Mentalität geprägt, die die Menschheit vereint. Es gibt kein Unterschied zwischen Ost und West, vielmehr wird das verbindende Element der Menschlichkeit in den Vordergrund gerückt.


Der Autor des Romans Torsten Schulz erklärte sich sofort bereit, das Drehbuch zum Film zu schreiben und bald war das Interesse der Fernsehsender WDR und Arte geweckt. Mit Matti Geschonneck war der perfekte Regisseur gefunden, da er, als einer der renommiertesten Regisseure Deutschlands, selbst Anfang der 60er Jahre am Boxhagener Platz aufgewachsen ist.


Insgesamt brauchte es neuen Drehbuchfassungen, bis der Film endlich stand und die Stimmung vermittelte, die man erzählen wollte. Die Mühe hat sich allemal gelohnt, denn das Endprodukt nach diesem Marathon kann sich wirklich sehen lassen.