Ferien in der Hauptstadt

Wenn man in Deutschland aufwächst, dann hat man ja die freie Auswahl an Dialekten und Kulturgütern. Doch um eine allgemeine Vorstellung seiner Heimat zu bekommen, sollte man zumindest einmal in der Hauptstadt gewesen sein, denn hier läuft letztlich alles zusammen, was Deutschland ausmacht. Berlin ist der Schmelztiegel unseres Landes und nicht nur politisch bedeutend. Doch sich in einem der unzähligen Hotels einchecken ist nicht das Wahre. Darum sollte man sich lieber mal auf dieser neuen Seite wimdu.de umschauen, hier kann man nämlich Ferienwohnungen mieten, die Privatpersonen zur Verfügung stellen. Soll heißen, dass man sich einfach eine Wohnung in einem beliebigem Stadtteil aussuchen kann, ohne von Büffetzeiten oder Rezeptionisten eingeschränkt zu werden.


Um nicht allzu sehr in den Touristentrott zu verfallen, haben wir uns aus Recherchezwecken eine große Wohnung am Boxhagener Platz gemietet. Nicht nur der gleichnamige Film hatte unser Interesse geweckt, obwohl dieser nicht einmal hier gedreht wurde, da der Platz ständigen Veränderungen unterworfen ist. Hier kann man sich einmal genauer ansehen, was "Multikulti" eigentlich im Alltag bedeutet, schließlich sind 60% der hier Lebenden ausländischer Herkunft. Da sieht man Rosenkränze, Kopftücher und Kippas und hört ein buntes Durcheinander von Sprachen. Besonders schön war der Stimmenchor, der am Nachmittag den ganzen Platz erfüllte. Der niedrige Altersdurchschnitt sorgt für ein aktives Leben auf dem Platz, auf das so manches Dorf neidisch sein kann. Da die meisten Wohnungen doch relativ klein sind, gibt es einen ständigen Wechsel der Nachbarn. Man ist also an neue Leute gewöhnt und nimmt uns sofort auf und heißt uns willkommen.


Doch die ganze Zeit in der Hauptstadt wollen wir dann doch nicht in einem Umkreis von 300 Metern verbringen, darum planen wir einige Sehenswürdigkeiten ein. Wenn man zu Madame Tussauds will, sollte man bequeme Schuhe anziehen, denn wie beim bekannten Londoner Museum kann man sich hier ganz schön die Beine in den Bauch stehen. Doch sehenswert sind die Figuren allemal. Und man kann sich wieder eine Münze für die Tussaudssammlung pressen lassen. Außerdem lockt der Fernsehturm. Eine wahnsinnige Aussicht für all jene, die ihre Höhenangst zu Hause gelassen haben, immerhin ist man hier 200 Meter über der Stadt, und nichts dagegen haben sich beim Kaffee trinken gemütlich zu drehen. Denn die Kugel dreht sich, um den Gästen ein 360° Panorama zu bieten. Doch keine Sorge, die Bewegung ist so langsam und ruhig, dass sie kaum etwas mitbekommen werden und sich nur plötzlich über die neue Aussicht wundern.


Neben dem Reichstag, dem Potsdamer Platz und dem Brandenburger Tor locken auch die architektonisch interessanten Bauwerke, in denen sich die Museen befinden. Selbstverständlich kann sich auch finanziell beschäftigen und sich im KaDeWe vergnügen, dem größten Warenhaus in Kontinentaleuropa. Wem das etwas zu trocken oder zu teuer ist, der ganz sich auch im Berliner Tierpark die Beine vertreten. Dieser ist der größte Landschaftstiergarten Europas und erstreckt sich über 160 Hektar. Hier braucht man auch wieder bequeme Schuhe und auch gutes Wetter. Doch das gibt es in Berlin oft. Da kann sich London mal was abgucken, denn jeder Tag ohne Regenschirm ist dort ein verlorener Tag!